Swiss Wealth View: Corona-Crash – Stunde null

Schön, dass Sie zum Kreis unserer Leser gehören. Die Coronavirus-Pandemie brach genau in jenem Moment aus, als sich die Weltwirtschaft allmählich wieder beschleunigte und sprengte jede Vorstellungskraft. Was anfangs ein Problem mit regionalem Charakter schien, führt uns jetzt wohl geradewegs in die erste, durch einen Schock ausgelöste, globale Rezession. Covid-19 bedroht nicht nur die Gesundheit von Millionen Menschen in aller Welt. Das Virus zerstört auch globale Lieferketten und damit die Existenz vieler Unternehmen und deren Mitarbeiter. Beispiellos schnell sind die Börsenkurse in den ersten Märzwochen zurückgefallen. Der Markt preist eine tiefe Rezession ein, fast schon eine Depression. Wird es dazu kommen?

Voraussetzung für eine Lösung dieser Krise sind die Antworten auf folgende drei Fragen: Wann erreichen die Kontaminationszahlen ihren Höhepunkt bzw. wann wird eine wirksame Behandlung zur Verfügung stehen? Wie schnell können sich die Finanzmärkte stabilisieren? Wann werden die notwendigen Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft umgesetzt? Die Corona Krise wird definitiv Spuren hinterlassen und wirkt sich beispielslos auf die Realwirtschaft aus. Über Nacht ist das Einkommen vieler Selbständiger und kleiner, mittlerer und sogar multinationaler Unternehmen für eine ungewisse Zeit auf null gesunken. Sobald ein Impfstoff gefunden ist oder zumindest die Ausbreitung des Virus eingedämmt wird, In ein paar Wochen bzw. Monaten wird die Nachfrage zurückkehren, wie dies in China bereits teilweise geschehen ist. Dann werden Lieferketten neu verknüpft, und die Menschen werden wieder iPhones kaufen, Reisen buchen und um die Welt fliegen. Und auf der Angebotsseite werden Unternehmen alles dafür tun, dieser Nachfrage gerecht zu werden. Die sich dann bietende Ausgangslage könnte zur Geburtsstunde eines ebenso beispiellosen Aufschwungs in der Wirtschaft werden – die Stunde null des nächsten Bullenmarktes.

Die Notenbanken fluten den Markt mit gigantischen Summen. Die Regierungen legen milliardenschwere Konjunkturprogramme auf. Für Anleger, deren Horizont nicht heute endet, könnte das die Chance ihres Lebens sein. Das Tief werden Sie nicht erwischen, davon müssen Sie sich verabschieden und es ist klar, die Märkte können weiter fallen, doch die Unternehmen haben einen Wert. Angst ist noch nie ein verlässlicher Ratgeber gewesen. Das galt und gilt in Krisenzeiten umso mehr. Schon nächstes Jahr könnten wir neue Höchststände sehen. Und wenn nicht, dann eben später. Gewiss, Covid-19 dürfte unser aller Leben verändern, zumindest teilweise, so viel Prognose sei an dieser Stelle erlaubt.

Unsere Anlagestrategie, die langfristig und nachhaltig geprägt ist, wirft das Virus jedoch nicht über den Haufen. Wir schauen weiterhin auf Unternehmen, die robust und innovativ genug sind, um auch grössere Krisen möglichst schadlos zu überstehen und gestärkt aus ihnen hervorgehen. Börsenaltmeister André Kostolany war ein kluger Mann und kaum traf ein Satz von ihm besser auf eine Situation zu als auf die heutige: Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, hat sie auch nicht, wenn sie steigen. Denken Sie darüber nach, und handeln Sie entsprechend. Vor allem aber: Bleiben Sie gesund und uns erhalten.

Urs Imber, CEO, Swiss Wealth Protection

Unsere Referenzportfolios:

2020

Avg. p.a.

Fondportfolio «Ausgewogen CHF»

-6.91%

6.95%

Portfolio «Ausgewogen CHF»

-9.57%

10.82%

Portfolio «Wachstum CHF»

-11.83%

15.49%

Portfolio «Konservativ CHF»

-5.55%

6.39%

 

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